Was
ist zu tun bei Karies, Parodontose und Co? Die Münchner Zahnärztin
Dr. Angelika Betz spricht über die perfekte Zahnbehandlung, Wege
aus der Zahnarzt-Panik und das Risiko von Zahnbehandlungen
im Ausland. Wer
nur einige Grundsätze bei der Mund- und Zahnpflege beachtet, kann
sich bis ins hohe Alter über gesunde Zähne und ein strahlendes
Lächeln freuen. Die Münchner Zahnärztin Dr. Angelika Betz
erklärt in einem exklusiven Interview für "www.tipps-vom-experten.de" warum
keiner mehr Angst vor dem Zahnarztbesuch haben muss, wieso sie ihre Praxis
zum Wohle der Patienten nach den Regeln von Feng Shui eingerichtet hat,
was bei der richtigen Zahnhygiene zu beachten ist und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten
dem Patienten heutzutage helfen.
30 Jahre Panik-Attacken vorm Zahnarztbesuch
Karen O. (43) aus München litt fast dreißig Jahre unter extremen
Panik-Attacken wenn sie zum Zahnarzt musste. Diese Angstzustände wurden
im Laufe der Zeit so schlimm, dass sie sogar zweimal bei dem Versuch einen
Zahnarzt aufzusuchen noch in der Zahnarzt-Praxis hyperventilierte und zusammenbrach. "Die
Ursache der Panik war die sehr rabiate Behandlungsweise meines Zahnarztes
aus Kindertagen", erzählt die Patientin über ihren Leidensweg. "Nach
unzureichender Behandlung wuchs die Karies bei zwei Backenzähnen unter
den Füllungen regelrecht weiter. Als Schmerzen auftraten, war es bereits
zu spät. Die Zähne mussten gezogen werden." Spritzen, um
die Schmerzen zu erleichtern, gab der Zahnarzt nicht. "Wer schlechte
Zähne hat, ist selber Schuld" war seine Aussage, erzählt
Frau O. von ihrem Martyrium. Der Schock über diese Behandlung des damals
13-jährigen Mädchens steckte so tief, dass an einen entspannten
Zahnarztbesuch in den folgenden Jahrzehnten nicht zu denken war. Im Gegenteil:
Frau O. zögerte trotz Schmerzen jegliche Zahnarztbesuche so lange hinaus,
dass auch andere Zähne, die leicht gerettet hätten werden können,
so in Mitleidenschaft gezogen wurden, dass auch für diese keine Erhaltung
mehr möglich war!
Ich traute mich nicht mehr zu lächeln
Was blieb, waren unschöne Lücken, kaputte Zähne und ein
völlig zerstörtes Selbstwertgefühl. "Ich schämte
mich so für meine schlechten Zähne, dass ich mich noch nicht
einmal mehr traute zu lächeln. Geredet habe ich nur, indem ich mir
schützend eine Hand vor den Mund gehalten habe. Beinahe noch schlimmer
war meine Angst vor Mundgeruch, der unweigerlich kommt, wenn die Zähne
im Mund regelrecht verfaulen. Als Konsequenz davon habe ich mich mehr und
mehr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, wurde immer verzweifelter
und einsamer." Als es beinahe zu spät war, bekam sie unerwartet
doch noch Hilfe.
Eine gute Internetadresse führte sie zur richtigen Praxis
Ein Freund redete lange auf Frau O. ein und gab ihr die Internet-Adresse
www.zahnarzt-empfehlung.de. Unter dieser Adresse sind ausschließlich
Zahnärzte aufgeführt, die von Patienten empfohlen werden. Unter
den, dort nach Regionen aufgeführten Ärzten ist auch die Münchner
Zahnärztin Dr. Angelika Betz zu finden. Dr. Angelika Betz hat sich
besonders sensibel dem Wohlergehen der Patienten verschrieben. In ihrer
Praxis gibt es ein Motto: "Wir sind eine Wohlfühl-Praxis,
der Patient ist bei uns König!", erklärt die Zahnärztin
ihr Konzept. Ein Konzept mit Erfolg! "Ich habe bis jetzt noch jeden
Angst-Patienten erfolgreich behandeln können", erzählt
sie.
Karen O. ist vielleicht ein Extrem- aber lange kein Einzelfall.
Fast jeder dritte Patient hat Angst vor dem Zahnarztbesuch. Dieser Patientin
konnte
nach einer langen Leidenszeit doch noch geholfen werden. Und so wie ihr
kann jedem Patienten geholfen werden…
Das Exklusiv-Interview:
Frau Dr. Betz viele Menschen leiden immer noch unter regelrechten
Angstzuständen
vor dem Zahnarztbesuch. Wie gehen Sie vor, um den Patienten diese Angst
zu nehmen?
Zahnärztin Dr. Betz: Viel Ruhe und Geduld sind immer noch die besten
Mittel gegen Zahnarzt-Panik. Ich rede, wenn nötig, sehr lange beruhigend
auf den Patienten ein. Meistens liegt der Angst eine sehr unangenehme Erinnerung
aus der Vergangenheit zugrunde. Also muss ich Vertrauen aufbauen. Ich konnte
bisher jeden Angstpatienten erfolgreich behandeln. Meine Praxis ist eine
Wohlfühlpraxis! Das Wartezimmer gleicht eher einem gemütlichen
Wohnzimmer und hat nichts Steriles an sich. Statt grellem Licht und ungemütlichen
Stühlen gibt es bei mir beruhigende Lichtquellen, gemütliche Sitzecken
und eine entspannte Atmosphäre. Außerdem lege ich großen
Wert darauf, dass es durch diverse Aromaöle bei uns in der Praxis gut
riecht, was letztendlich auch entspannend wirkt. Viele Patienten bekommen
schon von dem so typischen Zahnarztpraxis-Geruch Schweißausbrüche
und Angstzustände. Ich habe meine Praxis ganz bewusst nach den Richtlinien
von Feng Shui eingerichtet, natürlich mit professioneller Hilfe. Ruhe,
Entspannung und Harmonie - das ist wichtig, nicht nur für Angstpatienten.
Der Erfolg dieser Vorgehensweise bei allen Patienten spricht für sich.
Dass ich auf der Internet-Seite www.zahnarzt-empfehlung.de irgendwann von
Patienten aufgeführt wurde, hat mich sehr gefreut.
In meiner Zahnarzt-Praxis biete ich, falls nötig zum Beispiel eine ausführliche
Erstberatung und Aufklärung häufig mit der intraoralen Kamera an.
Dabei kann der Patient auf einem Bildschirm genau verfolgen, wie es in seinem
Mund aussieht. Das verhilft meistens zu einem besseren Verständnis und
lässt jeden Zweifel schwinden.
Auf ihrer Web-Seite www.zahnarzt-betz.de findet
sich ein zertifiziertes TÜV-Zeichen. Was hat dieses Zeichen zu bedeuten?
Zahnärztin Dr. Betz: Das Zeichen DIN EN ISO 9001: 2008 beschreibt den
Rahmen für ein Unternehmensmanagement, das sich ganz auf die Qualität
ausrichtet. Der Patient steht mit seinen Anforderungen und Wünschen
ganz im Mittelpunkt. Im Klartext bedeutet dies, dass in meiner Zahnarzt-Praxis
alle internen Abläufe, von der Aufnahme des Patienten über die
Planung bis hin zur erfolgreichen Behandlung, alles zusammenfließt
und strengster Qualitätskontrolle unterworfen ist. Gerade dieser Qualitätsnachweis
ist besonders wichtig, ebenso die perfekte Hygiene, die sämtliche Mitarbeiter
und Praxisabläufe betrifft. Außerdem werden regelmäßig
Patientenbefragungen durchgeführt, um den Service an unseren Patienten
stetig zu verbessern und den Wünschen der Patienten optimal nachzukommen.
Dieses TÜV- geprüfte Qualitätsmanagement ist keine Pflicht.
Alle Voraussetzungen dafür, denen ich in meiner Praxis bereits nachkomme,
dienen der Sicherheit und dem Wohlergehen der Patienten!
Frau Dr. Betz, was muss ein Patient tun, damit seine Zähne kräftig
und gesund bleiben?
Zahnärztin Dr. Betz: Das richtige Putzen ist immer noch das "A
und O" für gesunde Zähne und Zahnfleisch. Ganz wichtig dabei:
die Zahnbürste immer von rot nach weiß führen, niemals in
kreisenden Bewegungen. Kräftiges Schrubben sollte möglichst vermieden
werden, um das Zahnfleisch nicht zu verletzen, sondern nur sanft zu massieren,
damit es immer optimal durchblutet ist. Am besten geeignet für die perfekte
Zahnpflege sind Zahnbürsten mit sehr weichen Borsten. Nur diese erreichen
schnell und effektiv, ohne Verletzungen zu verursachen, die Zahnzwischenräume.
Mittlere oder harte Zahnbürsten reinigen meist nur die Glattflächen,
die Beläge in den Zahnzwischenräumen jedoch verbleiben. Zu schlimmen
Verletzungen kann es kommen, wenn man Zahnstocher benützt. Von oftmals
in der Werbung angebotenen Zahnbürsten mit speziellen Borsten oder auch
den angebotenen Elektrozahnbürsten halte ich nichts. Die Handbewegung
von rot nach weiss, muss man trotzdem selber machen. Sensitive Bürsten
mit geradem Borstenfeld sind immer noch das Beste für eine gute Mundhygiene.
Nicht zu unterschätzen ist die Reinigung der Zunge, denn hier siedeln
90 % aller Mundgeruch-verursachenden Bakterien.
Wie hilfreich ist Zahnseide?
Zahnärztin Dr. Betz: Zahnseide sollte jeder Patient anwenden, hier
kommt es jedoch auf die richtige Technik der Benutzung an, da sonst leicht
das Zahnfleisch der Zahnzwischenräume verletzt werden kann. Die Zahnseide
sollte vorsichtig den Kontaktpunkt der Zähne durchdringen, dann sollte
erst die Seitenwand des vorderen Zahnes gereinigt werden, danach die Seitenwand
des hinteren Zahnes. Aber: Hat sich das Zahnfleisch bereits aus den Zahnzwischenräumen
zurückgezogen, ist eine Zahnzwischenraumbürste das besser geeignete
Instrument, zur Reinigung der Zahnzwischenräume.
Welche Behandlung bekommt ein Patient, dessen Zähne bereits
in Mitleidenschaft gezogen wurden?
Zahnärztin Dr. Betz: Bei Karies ist die zahnärztliche Behandlung
meistens sehr einfach. Der durch Karies, beziehungsweise durch Bakterien
in Mitleidenschaft gezogene Teil des Zahns wird entfernt. Falls der Patient
schmerzempfindlich ist oder Angst vor dem Bohren hat, gebe ich ihm in dem
entsprechenden Bereich eine Spritze. Wir benutzen auch die "schmerzfreie
Spritze" auf Wunsch. Wenn alles gründlich gesäubert und geglättet
ist, wird das "Loch" mit einer Füllung luftdicht verschlossen.
Als Füllmaterial gibt es die Auswahl zwischen Amalgam (quecksilberhaltige
Füllung), Kunststoff, Gold bzw. Keramikinlays. Amalgam-Füllungen
werden von den Krankenkasse übernommen, bei den anderen, hochwertigeren
Füllungen muss der Patient die Differenz dazubezahlen.
Natürlich gibt es hin und wieder Fälle, bei denen eine so genannte
Amalgam-Allergie auftritt, die sich in den verschiedensten Krankheitsbildern äußern
kann. Diese Fälle sind jedoch sehr selten. Falls eine nachgewiesene
Amalgamallergie auftreten sollte, würde ich empfehlen, sämtliche
Amalgam-Füllungen entfernen zu lassen und diese durch die hochwertigeren
und auch langlebigeren Alternativen ersetzen zu lassen.
Und wenn der Patient unter Parodontose leidet?
Zahnärztin Dr. Betz: Die Behandlung beim Zahnarzt hängt davon
ab, wie weit die Parodontose (heißt eigentlich "Parodontitis" )
fortgeschritten ist. Parodontitis bedeutet, dass das Zahnfleisch entzündet,
dunkelrot ist, leicht blutet, die gesamte Bakterienflora im Mund in eine
ungesunde Richtung verschoben ist und man fast immer unter Mundgeruch leidet.
Meist geschieht dies durch unzureichende oder falsche Mundhygiene. In den
Zahnfleischtaschen sammeln sich Beläge, die nie gründlich entfernt
wurden, die das Zahnfleisch aber entzünden. Dies geht häufig schmerzlos
einher, dadurch sehen viele Patienten hier keinen Handlungsbedarf. Das Zahnfleisch
wird locker, und kann den Zahn nicht mehr kräftig umschließen.
Im fortgeschrittenerem Stadium bildet sich der Knochen zurück, gesunde
Zähne werden locker und fallen letztendlich aus.
Bei der Parodontose-Behandlung reinigt der Zahnarzt mit speziellen Instrumenten
die Zahnwurzeln bis in die Tiefe der Taschen gründlich aus und glättet
anschließend die Oberflächen der Zahnwurzeln, damit das Zahnfleisch
den Zahn wieder fest umgreifen und wieder mit ihm verwachsen kann. Bei nur
leicht lockeren Zähnen können diese eventuell wieder gefestigt
werden, bei stark gelockerten Zähnen ist das leider nicht mehr möglich.
Diese Zähne müssen gezogen werden. Ist das Zahnfleisch erst einmal
weg, wächst es auch nicht wieder nach.
In extremeren Fällen muß das Zahnfleisch sogar aufgeklappt werden,
um eine gründliche Reinigung und Glättung von Knochen und Wurzeln
zu erzielen. Auch gibt es den sog. "Knochenaufbau", allerdings
nur bei senkrechten Knochenkratern. Dies sind allerdings dann Fälle
für
die Oralchirurgie.
Kann oder soll ein toter Zahn erhalten werden?
Zahnärztin Dr. Betz: Auf jeden Fall, wenn die Entzündung, die
zur Wurzelkanalbehandlung eines Zahnes geführt hat auskuriert ist und
es für den Zahnarzt möglich war eine ausreichende Wurzelfüllung
bis zur Wurzelspitze durchzuführen. Ein toter Zahn, also ein Zahn mit
abgetötetem Nerv, ist immer noch besser als eine Lücke, weil man
ihn gezogen hat oder eine Brücke, bei der die Nachbarzähne beschliffen
werden müssen, um diesen Zahn zu ersetzen oder ein teures Implantat.
Tote Zähne werden fast immer dunkler und sind nicht mehr so elastisch
wie Zähne, die durch ihren Nerv mit allen Nährstoffen versorgt
werden. Sie werden dadurch brüchiger, sozusagen "morsch".
Wurzelkanalbehandelte Zähne sollten immer mit einer Stiftkrone versorgt
werden, damit sie nicht brechen. Gerade der Backenzahnbereich, auf den die
größten Scher- und Mahlbewegungen des Kiefers einwirken, ist höchster
Bruchgefahr ausgesetzt.
Welche Maßnahmen können ergriffen werden, wenn der Patient einen
oder mehrere Zähne verloren hat?
Zahnärztin Dr. Betz - Zahnersatz, festsitzende Brücke: Wenn
ein Patient schlechte Zähne hat und
Zahnersatz wie eine Brücke braucht, müssen zuallererst die restlichen
Zähne und der Zahnhalteapparat, falls nötig, vorbehandelt werden.
Eine gute und gesunde Bakterienflora im Mund ist für einen Zahnersatz
unumgänglich. Jede Brücke muss natürlich genauestens der
individuellen Problematik und Zahnform des Patienten angepasst werden.
Dazu gehören unter anderem Röntgenaufnahmen, Abdrücke und
Planungsmodelle.
Zahnärztin Dr. Betz - Zahnersatz, Implantat-Prothetik: Ob ein Implantat überhaupt
Sinn macht, zeigt sich am Zustand der Zähne des Patienten. Leidet er
unter starker Karies und hat eine schlechte Mundhygiene, ist ein Implantat
nicht geeignet. Damit
ein Implantat wirklich Sinn macht, muss die Mundhygiene ausgezeichnet sein,
die Nachbarzähne sollten möglichst in Ordnung, die Knochenstärke
und die Schleimhautdicke müssen entsprechend fest und gesund sein. Außerdem
ist es wichtig festzustellen, wie viel Platz zu empfindlichen Strukturen,
wie z.B. die Kieferhöhle oder wichtigen Nerven besteht. Diese dürfen
durch ein Implantat nicht geschädigt werden.
Für die künstliche Zahnwurzel, das Implantat, schicken wir die
Patienten zum Chirurgen, der auf diesem Gebiet die größere Erfahrung,
auch mit unterschiedlichen Implantatsystemen hat.
Die Implantatprothetik (künstliche Zahnwurzel) und die Implantatüberkonstruktion,
also die Krone, Brücke oder Prothese selber, die auf die künstliche
Zahnwurzel gesetzt wird, wird anschließend nach ein paar Monaten Abheilungsphase
beim Zahnarzt hergestellt.
Zahnärztin Dr. Betz - Herausnehmbarer Zahnersatz:
Implantatgetragene Prothesen sind ein großer
Gewinn an Lebensqualität. Wenn der Kieferkamm so stark geschwunden ist,
dass eine normale schleimhautgetragene Prothese nicht mehr halten kann,
so kann auch hier mit wenigen Implantaten und einer darauf einrastenden
Prothese, hohe Lebensqualität und Selbstsicherheit zurückgewonnen
werden.
Ist Zahnersatz aus dem Ausland zu empfehlen?
Zahnärztin Dr. Betz: Nein, niemals! Ich habe immer wieder Patienten
in meiner Praxis, die ein Implantat aus dem Ausland, zum Beispiel Tschechien,
haben. Ich vergleiche das gerne mit einer Schönheits-OP. Der neue Busen
ist da - aber verpfuscht. Zahnersatz aus dem Ausland ist meist sofort zu
erkennen. Die Kronen und Brücken sind zwar strahlend weiß (Zahnfarbe
meist viel zu hell, leuchten regelrecht aus dem Mund raus), die Kronenränder
schneiden aber oft ins Zahnfleisch und führen zu ernsthaften Entzündungen,
weil sie abstehen und undicht sind. Der Patient hat zwar nur wenig Geld dafür
bezahlt, aber ist es das wirklich wert ?
Behandeln Sie auch Kinder in Ihrer Praxis?
Zahnärztin Dr. Betz: Natürlich!
Es wäre das Beste, wenn die
Eltern ihren Nachwuchs von Anfang an mit zum Zahnarzt nehmen würden,
damit sie den Zahnarzt, sein Personal, die Umgebung, den Geruch und die
Geräusche
spielerisch kennenlernen können und sie erfahren, dass sie gar keine
Angst vor diesem Arzt und dem ganzen Drum-Herum zu haben brauchen. Manche
Kinderzahnärzte bieten Spezialausrüstung und Beruhigungssäfte
an, die in den allermeisten Fällen jedoch extra bezahlt werden müssen.
Ich rede lieber beruhigend auf die Kleinen ein und zur Belohnung gibt`s
ein Geschenk. Gerade für Kinder ist es wichtig, in regelmäßigen
Abständen
zahnärztlich untersucht zu werden. Denn hat ein Milchzahn bereits Karies, überträgt
sich das auch auf den darunter heranreifenden bleibenden Zahn. Deshalb
unbedingt auch die Milchzähne behandeln lassen.
Was ist Bleaching und ist diese Anwendung gefährlich?
Zahnärztin Dr. Betz: Nicht erst das strahlend weisse Lächeln einiger
Hollywood-Stars hat dazu geführt, dass das Bleaching groß in Mode
gekommen ist. Schöne, weisse Zähne bezeugen Jugend, Fitness und
Gesundheit und wer möchte diese Eigenschaften nicht haben!
Beim Bleichen werden die Zähne mit einem entsprechenden Gel aufgehellt.
Gefährlich oder ungesund für die Zähne ist das "Bleaching" mit
den heutigen Materialien nicht. Verwendet wird dafür ein sanftes H2O2-Gel,
dass die Zahnoberfläche leicht aufhellt. Der Zahnschmelz wird bei diesem
Verfahren nicht angegriffen und der Patient hat weiterhin ein schönes,
glattes Zahngefühl.
Am Beliebtesten unter den Patienten ist das sog. "Home-Bleaching".
Das heisst, der Patient bekommt individuell angefertigte Bleichschiene. Bevorzugt
abends wird das entsprechende Gel in die Schiene gefüllt und über
Nacht eingesetzt. Manchmal reicht es auch, wenn der Patient tagsüber
nur wenige Stunden seine Zähne bleicht. Wie weiß die Zähne
werden sollen, bzw. wie oft und lange dieser Vorgang wiederholt wird, bleibt
jedem selbst überlassen. Jedenfalls so lange bis das gewünschte
Ergebnis erreicht ist.
In meiner Praxis wird aber auf jeden Fall vor der ersten Anwendung eine
professionelle Zahnreinigung mit "Airflow" vorgenommen. Dabei werden
die Zähne mit einem ganz feinen Pulverstrahl gründlich gesäubert.
Danach gibt es noch in der Praxis einen sogenannten "Quickstart",
um den Bleichvorgang einzuleiten und anzuschieben.
Viele Patienten leiden sehr unter einer Zahnfehlstellung.
Gibt es eine Möglichkeit, diese zu korrigieren?
Zahnärztin Dr. Betz: Sicher! Eine Zahnfehlstellung oder abnorme Bisslage
wird von den Krankenkassen bis zum sechzehnten Lebensjahr bezuschusst. Alle
Patienten, die sich später dafür entscheiden, eine Zahn- bzw. Bisskorrektur
vornehmen zu lassen, müssen die Kosten selber tragen. Je älter
der Patient bei der Kieferorthopädischen Behandlung ist, desto schmerzhafter
ist sie, da der Knochen dann schon ausgewachsen und die Zahnwurzeln in ihren
Knochenfächern bereits fest verankert sind. Die Zahnwurzeln aus ihrer
natürlichen Verankerung zu lockern und in neue, künstlich-geschaffene
Zahnfächer zu bewegen, das dauert auch meistens länger. Mein Tipp:
Die Zahnspange auf keinen Fall zu früh entfernen lassen. Das alte Zahnfach
ist dann noch vorhanden, das Neue ist noch nicht vollständig ausgebildet.
Die Zähne befinden sich noch immer in einer "Zwangsstellung" und
würden bei verfrühter Entfernung der Zahnspange wieder in ihre
alte Verankerung zurückwandern. Diese neue Zwangsstellung muß sich
erst fixieren, damit ein dauerhaft zufriedenstellendes Ergebnis garantiert
ist.
Welche Schwierigkeiten gibt es bei der Behandlung von Schwangeren?
Zahnärztin Dr. Betz: Bis auf das Röntgen können Schwangere
zahnärztlich ganz normal behandelt werden. Oft sind gerade in dieser
Phase zahnärztliche Behandlungen, falls nötig, in Anspruch zu nehmen,
denn wenn nach der Geburt gestillt wird, sind Spritzen, die für eine
Zahnbehandlung eventuell nötig wären, eher schlecht, da das Mittel
in die Muttermilch geht. In solchen Fällen muss dann abgestillt werden.
An dem Spruch: "Jede Schwangerschaft kostet einen Zahn" ist leider
viel Wahres dran. Das liegt an der Hormonumstellung, die leicht zu entzündetem
Zahnfleisch führen kann. Doch mit konsequent guter Mundhygiene, regelmäßigen
Zahnreinigungen ist das Problem in den Griff zu bekommen.
Frau Dr. Betz, eine letzte Frage: Wie oft ist der Besuch beim Zahnarzt
wirklich nötig?
Zahnärztin Dr. Betz: Zweimal
im Jahr sollte eine Zahnprävention
schon vorgenommen werden. Bei Patienten mit größeren Problemen
sind sogar drei bis vier Sitzungen pro Jahr angesagt. Wichtig ist eine
eingehende Untersuchung und Beratung durch den Zahnarzt oder sein extra
dafür
geschultes Personal. Der Patient muss, wenn er Probleme hat, über alternative
Behandlungen informiert und aufgeklärt werden. Falls ein Zahnersatz
notwendig ist, können diese Alternativen anhand von Modellen verdeutlicht
werden. Ganz wichtig ist die regelmäßige professionelle Zahnreinigung.
Abschlies- send
kann ich versichern, dass jeder, der seine Zähne und das Zahnfleisch
ordentlich pflegt und den Gang zum Zahnarzt nicht scheut, seine Zähne
bis ins hohe Alter erhalten kann. Und was kann bezaubernder sein als ein
schönes Lächeln !
Frau Dr. Angelika Betz ist praktizierende Zahnärztin mit eigener Praxis
in München. Bei weiteren Fragen oder wenn Sie mehr Informationen zu
einem bestimmten Thema haben wollen, steht Ihnen unter www.zahnarzt-betz.de ein
ausführlicher Informationsdienst zur Verfügung.
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