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| Weniger Krebs? |
| ROHKOST – GESUNDE |
| ERNÄHRUNG
ODER |
| UNVERDAULICHER BALLAST? |
| Mittwoch, 09. Mai 2007 |
Herausgeber: Tipps vom
Experten |
Von
Kati Hofacker |
Tipps vom Experten
Sondertipp |
In der
Diskussion um Fettleibigkeit und richtige Ernährung rückt
in letzter Zeit auch das Thema Rohkost wieder ins Zentrum der öffentlichen
Betrachtung.
Ist es also richtig, einen Teil der am Tag empfohlenen 400 - 700 g Obst
und Gemüse roh zu verzehren und das am Besten über fünf
Mahlzeiten am Tag verteilt, wie die DGE fordert? |
Pro: Rohkost
ist vitamin- und ballaststoffreich, bein-haltet unzerstörte Vitamine
und Mineralien und entwickelt keine krebsför-dernden Stoffe, die
bei der Erhitzung frei werden wie beispielsweise Acrylamid. Rohes Obst
und
Gemüse
hat kaum Kalorien und sättigt nachhaltig.
So die Rohköstler.
Kontra: Rohkost ist unver-daulich und belastet den Organismus,
bis hin zum Nierenversagen und faulen-den Darmgasen.
So deren Gegner.
Oder ist Rohkost giftig, wie andere Ernährungsfachleute behaupten?
Theoretisch haben beide Recht. Wie und was aber soll man nun wirklich essen?
Was ist Rohkost genau?
Rohkost ist jede Nahrung, die nicht hitzebehandelt wurde. Sie kann vegetarisch
sein, jedoch auch tierische Produkte enthalten.
Zur vegetarischen Rohkost zählen Obst, Gemüse, Kräuter, Nüsse,
Pilze und Samen, zur nicht-vegetari-schen Fisch wie Matjes, Bismarckhering,
Sushi, Fleisch wie Tartar oder Carpaccio oder auch Eier. Das populärste
Rohkostge-richt ist zweifelsfrei der Salat, der den früher oft belächelten
Frischkostverzehr salonfähig gemacht hat.
Rohkostanhänger wissen, dass ungekochtes Essen viele Enzyme, Vitamine
und |
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Spurenelemente
enthält, die beim Kochen zerstört werden. Außer-dem entsteht
durch die rohe Nahrung keine so
genannte Verdauungsleukozytose (Erhöh-ung der weißen Blutkörperchen
nach der Nahrungsaufnahme, eine Art entzündliche Reaktion auf
gekochte und industriell gefertigte Nahrung), die das Immunsystem belasten
kann.
Essen wie
die Neandertaler?
Nicht nur Rohköstler wissen, dass der Organismus des Menschen über
Jahrmillionen an Rohkost gewöhnt war, bevor das Feuer zur Nahrungszu-bereitung
genutzt wurde. Selbst danach wurden sehr viele Nährstoffe roh verzehrt.
Andererseits sind heutzutage kaum mehr Völker bekannt, die sich
von rein unerhitzter Nahrung ernähren, aber der Anteil der Rohnahrung
bei bestimmten Volksstämmen variiert beträchtlich. Es lässt
sich deshalb verallgemeinern, dass ein hoher Anteil an gesunder, sauberer
und nicht belasteter roher Nahrung bzw. an
rohem Obst und Gemüse die Lebensgesundheit erhöht. Aber
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auch
das gilt nicht für Jedermann und für jede Altersstufe. Babys
und alte Menschen könnten von rein roher Nahrung vermutlich nicht
lange überleben,
selbst vor der Erfindung des Feuers kauten Mütter ihren Babys nach
der Stillphase die Nahrung zu einem Brei vor, der durch die Speichelenzyme
vorver-daut war. Dass sich allerdings unsere nächsten Artverwandten,
die Schimpansen, rohköstlerisch ernäh-ren (Früchte, Beeren,
Blätter, Wildpflanzen, Samen, Rinden) und nur zu 1 % tierische Eiweiße
(auch roh) verzehren, scheint die Meinung der Naturanhänger wiederum
zu bestätigen. Anti-Aging-Food?
Bekennende Rohköstler wie Norman W. Walker (99), Max Otto Bruker
(92), Ralph Bircher (90), Walter Sommer (99) geben der Rohtheorie durch
ihr hohes Lebensalter Recht, aber zahlreiche „normalsterbliche“ Rohköstler
wie Maximilian Bircher-Brenner, der mit 72 ein durchschnittliches Lebensalter
er-reichte, strafen diese Theorie Lügen. |
Welche Typen von Rohkosternährung gibt es?
Roh ist nicht gleich roh. Es gibt verschiedene Rohkostschulen, die sich
zum Teil hanebüchen widersprechen. Mal darf man sogar gammelige Nahrung
essen, wenn der Instinkt es erlaubt, dann wieder nicht, manche erlauben
Fleisch, andere verbieten es. .
Natürliche Gesundheitslehre (Natural
Hygiene)
Diese Gesundheitsbewegung wurde 1822 in den USA von Sylvester Graham, Dr.
Isaac Jennings und anderen begründet. Als die natürliche Nahrung
des Menschen werden Früchte aller Art, Gemüse, Salate, Nüsse,
Samen und Sprossen angesehen. Auf viele andere Aspekte, wie eine giftfreie
Umgebung, soziale Kontakte, Bewegung, Sonnenschein, eine erfüllende
Arbeit u.v.m., wird ebenfalls großen Wert gelegt.
Urkost
Bei der Urkost werden hauptsächlich Wildkräuter und -gemüse,
Früchte und andere, möglichst ursprüngliche, rohe, vegane
Nahrungsmittel verzehrt. Diese Kostform stellt, neben anderen Aspekten einer
möglichst natürlichen Lebensweise, einen der Grundpfeiler der Urtherapie
dar. Zahnärzte begrüßen diese Form eher, da die vielen Kräuter
den typischen hohen Säureanteil der Rohkost, der den Zahnschmelz schädigen
kann, vermeiden.
Instincto-Therapie
Nach Guy-Claude Burger, bei der vegetarisch oder nicht-vegetarisch möglich
ist. Es wird – dem Instinkt folgend – alles gegessen, was im
Naturzustand gut riecht und schmeckt. Die Nahrung wird nicht gemischt, alle
ursprünglichen, nicht verarbeiteten Nahrungsmittel sind erlaubt. Dieser
Instinkt ist bei Kochköstlern angeblich abhanden gekommen und kann nach
3 Wochen aktiviert werden.
Früchterohkost
Laut der Meinung des Früchterohköstlers ist Helmut Wandmaker ist
der Mensch nur an Früchte optimal angepasst. Das erkennt man daran,
dass Früchte in Geschmack, Geruch und Aussehen so besonders attraktiv
für uns sind, dass sie so leicht verdaut werden und uns optimal mit
Energie versorgen. Der Mensch sollte daher allein von Früchten leben.
Primal Diet
Nach Aajonus Vonderplanitz, nicht-vegetarisch mit stark reduzierter Aufnahme
von Kohlenhydraten und Betonung des Verzehrs von Fleisch, Fett, frisch gepressten
Gemüsesäften, Rohmilch und Rohmilchprodukten.
Fit For Life
Nach Harvey und Marilyn Diamond, größtenteils vegan, fast ausschließlich
Rohkost. Als Getränke zulässig sind nur destilliertes Wasser und
frisch gepresster Orangensaft.
Sonnenkost
Vegetarisch, mit dem Schwerpunkt auf Sprossen, Früchten, rohem Gemüse,
Getreide, Nüssen, die Nahrung sollte an der Sonne gereift sein. |
Weniger Krebs?
Weiterhin soll ein reichhaltiger Konsum von Obst und Gemüse das Krebsrisiko
senken. Neuere Studien aber zeigen, dass Obst und Ge-müse nur die Gefahr
einzelner Krebserkrankungen mindert. Das Risiko für Lun-genkrebs und
Krebs des oberen Verdauungstraktes sinke dage-gen mit dem Verzehr von Obst
und Gemüse. Keinen Einfluss hat das Essen von Rohnahrung auf Brust-,
Prostata-, Magen-, Nieren- und Eierstockkrebs, erläuterte Prof. Heiner
Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Berg-holz-Rehbrücke
(DIfE).
Dass Rohkost – wie alles Gesunde und Ungesunde auf der Welt – nur
in gewissem Maße gut für den Menschen ist, zeigten hingegen die
er-schreckenden Ergebnisse der Gießener Rohkoststudie, die reine Rohköstler
untersuchte:
Vitaminversorgung
von Rohköstlern
Die Gießener Rohkoststudie wurde von 1996 bis 1998 vom Fachbereich
Ernährungswis-senschaft der Uni Gießen durchgeführt. Ihr
Ziel war es, die verschiedenen Richtungen der Rohkost in Deutschland
zu erfassen sowie das Ernäh-rungsverhalten und den Ge-sundheitsstatus
von Rohköst-lern zu untersuchen. Die Stu-dienteilnehmer
waren zwi-schen 25 und 64 Jahre alt und ernährten sich zu mindestens
70 Prozent von Rohkost. Sie mussten Nichtraucher sein und sich seit
mehr als 14 Monaten in dieser Weise ernähren. In der Hauptphase gab
es über
700 Teilnehmer, vollständige Datensätze lagen zum Schluss von
201 Personen vor. Die Nährstoffversorgung wurde durch Blutuntersuchungen
ermittelt.
Wesentliche Ergebnisse der Studie: 57 Prozent der Studien-teilnehmer hatten Unterge-wicht,
nur ein Prozent Über-gewicht. Innerhalb von vier Jahren hatten die Männer
im Schnitt fast zehn Kilogramm Gewicht verloren, die Frauen etwa zwölf Kilo,
und zwar un-abhängig vom Ausgangs-gewicht. Etwa ein Drittel der Frauen unter
45 Jahre hatte keine Menstruation mehr, litt also unter Amenorrhoe, ein Symptom
von Unterernährung.
Optimal war die Zufuhr der Vitamine A, C, E, B1, B6, Fol-säure, Betacarotin,
Selen und Antioxidantien.
Ein deutlicher Mangel herr-schte bei Calcium. Zink, Jod, Vitamin D und Vitamin
B 12. Die Magnesiumzufuhr über die Nahrung war zwar aus-reichend, trotzdem
lagen die
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Blutwerte
unter den Richt- werten.
Das zugeführte Mag-nesium wird
bei Rohköstlern
demnach nicht optimal vom Körper aufgenommen. Außer-dem
war die Zufuhr an Eisen nicht ausreichend, so dass 43 Prozent der Männer
und 15 Prozent der Frauen an Anämie litten. Auch der Ernährungs-wissenschaftler
Udo Pollmer kritisierte, dass Rohkost
nicht für jeden tauglich ist. Manche vertragen sie nicht, z.B. Leber-kranke,
auch gab es durch EHEC-Viren-Verunreinigung an Salat zahlreiche Patienten mit
Nierenversagen.
Gute Mischkost
Obwohl viele Rohköstler die Richtigkeit der Studie anzwei-felten,
lässt
sich sagen, dass ein Zuviel des Guten also nicht unbedingt förderlich
ist. Auch sind Lebensmittel wie Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte oder
einige Pilzarten roh nicht ver-träglich oder genießbar. Trotz-dem
sollte man die Empfehlung der DGE, fünf mal am Tag Obst und Gemüse,
davon ein guter Teil Roh, beherzigen. Einen Teil der Nahrung roh zu sich zu
nehmen gehört einfach zu einer artgerechten Ernäh-rung. Auch Kindern,
die meistens nur Obst aber kein Gemüse mögen, kann man Gemüse „unterjubeln“,
indem man es z.B. in Soßen püriert, Karotten auf die Pizza raspelt
oder einfach kleine handliche Stücke schneidet und diese mit etwas Phantasie
anordnet. Z.B. Ein Kohlrabiboot mit einem Karottenschnitz als Segel. Auch die
rohe, also natürliche Form von Getreide-Kohlenhydraten in Form
von Vollkornprodukten in Maßen ist absolut zu begrüßen,
auch wenn sich nach der Umstellung auf Vollwertkost Blähungen zeigen
können.
Diese verschwinden bei ge-nügender Flüssigkeitszufuhr (2 – 3
Liter Wasser oder Tee pro Tag) und nach ca. drei Wochen von alleine. Vitamine
kann man bei natürlicher Kost nicht über-dosieren (im Gegensatz
zur teils krebserregenden Überdosierung von Vitaminpillen).
Rohes Obst und Gemüse ist also, in der richtigen Menge ge-nossen, also
ca. 200 bis 350 g pro Tag, auf fünf Portionen verteilt, für Kinder
nach der Säuglingsphase, Jugendliche und Erwachsene vor dem Grei-senalter
ein Gewinn, vorausge-setzt man geht richtig damit um (siehe Kasten).
Rohes Fleisch oder rohen Fisch hingegen braucht der Mensch nicht, um seine
Gesundheit zu optimieren, obwohl viele Völker gerade dem rohen Fisch,
wenn er nicht verunreinigt oder alt ist, gesundheitsfördernde Wir-kung
nachsagen.
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Glossar
Acrylamide: Voraussetzung für das Entstehen
von Acrylamid ist das Vorhandensein von reduzier-enden Zuckern (Glucose,
Fruct-ose) und
der Aminosäure Aspara-gin im Lebensmittel. Diese Bau-steine befinden
sich insbesondere in Getreide und in Kartoffeln. Damit Acrylamid entsteht,
müs-sen diese Bausteine miteinander reagieren. Acrylamid entsteht
ins-besondere bei Erhitzung über 120 Grad Celsius wie beim Rösten
und Frittieren. Acrylamid wirkt im Tierversuch und vermutlich auch bei
Menschen Krebs erzeugend
und Erbgut verändernd. Ver-hindern kann man Acrylamid-bildung, indem
man keine stärke-haltigen Lebensmittel über 120 Grad erhitzt
und z.B. Pommes und anderes Frittiertes weglässt.
Amenorrhoe: Ausbleiben der Regelblutung, kann ein Symptom von Unterernährung
sein.
Anämie: Bedeutet im Volksmund „Blutarmut“,
eine Verminderung des roten Blutfarbstoffs. Zeichen dafür sind Blässe
der Haut und der Schleimhäute, Müdigkeit, ver-minderte Leistungsfähigkeit,
Kon-zentrationsschwäche, Herzklop-fen, Kopfschmerzen, Schwindel, eventuell
Atemnot bei Belastung.
Antioxidantien: Sie sind ein wichtiger
Bestandteil der mensch-lichen Nahrung und auch Mutter-milch, sie helfen
u. a. bei der Infektionsabwehr. Antioxidantien
sind in der Lage, sog. freie Radi-kale zu neutralisieren. Dies sind aggressive
Verbindungen, die bei zahlreichen Stoffwechselvorgän-gen und der
Energiegewinnung entstehen. Sie sind für Abwehr-reaktionen des Körpers
wichtig, können aber auch Schäden an der Erbsubstanz, den Zellmembranen
und Körpereiweißen hervorrufen. Diese Schädigungen können
zu vorzeitiger Gewebealterung, Ge-webetod und Krebs führen. Unsere
Körperzellen verfügen jedoch über mehrere antioxidative
Schutz-systeme, um diese Angriffe abzu-wehren. Dazu gehören: Vitamin
C, E und Carotinoide, Selen, Zink, Mangan und Kupfer.
Beta-Carotin: Siehe Antioxi-dantien.
Beta-Carotin ist eins der über
400 in der Natur existieren-den Carotinoide. Carotinoide sind Farbstoffe,
die in zahlreichen Pflanzen auftreten. Beta-Carotin ist das am häufigsten
vorkommende und bekannteste Carotinoid. Ein Beta-Carotin-Molekül
kann theo-retisch in zwei Vitamin A-Moleküle gespalten werden. Daher
heißt
es auch Provitamin A.
DGE: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
EHEC-Viren: Enterohämorrha-gische Escherichia coli (EHEC)
sind bestimmte Stämme eines Darmbakteriums (E. coli), die beim Menschen
gefährliche,
blutige Durchfallerkrankungen auslösen können.
Folsäure: Sie wird auch Vitamin B9 oder Pteroylglutamat
genannt und ist ein hitze- und licht-empfindliches, wasserlösliches
Vitamin aus dem B-Komplex. Sie findet sich in Leber, Vollkorn-produkten
und vor allem
grünen und Blattgemüsen. Viele Deutsche weisen einen Mangel an
Folsäure auf, was zu Missbildungen bei Säuglingen oder zu Arterioskler-ose
führen kann. Auch Sonnen-einstrahlung auf die Haut kann das Folsäureaufkommen
im Körper reduzieren. Die empfohlene Tages-dosis nach RDA beträgt
400 µg, für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch mehr.
Selen: Selen ist ein essentielles Spurenelement.
Selen spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion der Schilddrüsenhormone,
genau-er bei der „Aktivierung“ von
Thyroxin (T4) zu Triiodthyronin (T3). Selenmangel kommt nur in Ländern
mit extremer Selenunter-versorgung wie Nordkorea, Nordostchina oder anderen
einzel-nen anderen Ländern vor. In unseren Breiten können in
der Regel nur Frühgeborene, paren-teral ernährte Patienten (unter
Umgehung des Magen-Darm-traktes) und Alkoholiker einen Selenmangel entwickeln.
Vegan: Veganismus ist eine ethisch begründete
Einstellung und Lebensweise, welche die Nutztier-haltung und den Konsum
tierischer Produkte aus prinzipiellen
Gründen ablehnt. Der Verzicht auf tierische Produkte jeder Art, also
auch Milch, Eier, Leder, Fell, Gelatine wird angestrebt. Das Tier soll
für Veganer für die Menschen in kei-nerlei Hinsicht ausgenutzt
werden.
Vegetarisch: Vegetarier verzich-ten auf Fleisch. Es gibt
verschie-dene Arten von Vegetariern, Ovo-Lacto-Vegetarier, die auch Milch
und Ei essen, Lacto-Vegetarier,
die zwar keine Eier, aber Milch-produkte wie Käse, Quark usw. essen,
Ovo-Vegetarier (Eier ja, Milchprodukte nein), Pecetarier, das sind Vegetarier,
die kein Fleisch aber Fisch zu sich nehmen und strenge Vegetarier, die
auf tierische Produkte ganz verzichten (siehe Veganer)
Verdauungsleukozytose: Sie bezeichnet
die Zunahme der weißen Blutkörperchen
(Leuko-zyten) infolge der Nahrungs-aufnahme. Innerhalb von 3 - 5 Minuten
ist ein Anstieg auf das Zwei- bis Dreifache des Normal-werts im Blut feststellbar.
Da weiße Blutkörperchen die Aufgabe haben, für den Organismus
unver-trägliche Stoffe respektive Krank-heitserreger unschädlich
zu machen, kann davon ausgegangen werden, dass die Verdauungs-leukozytose
ausschließlich bei der Einnahme von für den Menschen ungeeigneter
Nahrung auftritt, als eine Art entzündlicher Reaktion. Diese vorübergehende
entzündliche Reaktion bleibt bei der Ernährung von pflanzlicher
Rohkost aus. |
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| Tipps zum Umgang mit rohen Nahrungsmitteln
Die von manchen Ernährungsexperten wie Udo Pollmer oder Thomas Nagy
(siehe Fachartikelbereich) beschworenen Gefahr-en von Verunreinigungen,
Bakterien und Mikroben an roher Kost können Sie mit den folgenden
Maßnahmen minimieren:
Kaufen Sie Obst und Gemüse, das frisch aussieht und unversehrt ist.
Vermeiden Sie Artikel, die nicht gut riechen und offensichtlich beschädigte
oder faule Ware. Kaufen Sie kein abgepacktes Gemüse, bei dem sich
Wasser im Beutel befindet.
Gehen Sie mit den Produkten sorgfältig um: selbst hart ausseh-ende
Stücke können Druckstellen bekommen. Kaufen Sie nur das, was
Sie brauchen. Manches Obst und Gemüse kann gela-gert werden, zum
Beispiel Äpfel
oder Karotten, aber die meisten Produkte sollten innerhalb weniger Tage
konsumiert werden.
Legen Sie die Produkte sofort in einen sauberen, kalten (5° C) Kühlschrank.
Bananen, Tomaten oder Obststücke, die nachrei-fen müssen, können
bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.
Lesen und befolgen Sie die Anweisungen der Etiketten bei abgepacktem
Obst und Gemüse, zum Beispiel "gekühlt aufbe-wahren" oder "Verbrauch
bis...". Werfen Sie alles weg, das zu lange aufbewahrt wurde und
schlecht aussieht oder riecht.
Waschen Sie Früchte und Gemüse vor dem Essen lange in frischem,
klaren und fließendem Wasser. Schälen Sie die Früchte
und entfernen Sie äußere Blätter oder Schalen. Schrubben
Sie das Gemüse gründlich, wenn Sie die Schale essen wollen.
Benutzen Sie eine Gemüseputzbürste und Wasser, um Teile mit
rauer Schale gründlich zu reinigen, bevor sie geschnitten und roh
serviert werden. So zum Beispiel bei Melonen, Äpfeln oder Karotten.
Kleinere Früchte wie Beeren werden in einem Sieb leicht gewaschen,
um die nicht zu beschädigen.
Waschen Sie die Produkte kurz vor dem Verzehr, nicht bevor sie
weggelegt werden. Waschen Sie die Hände gründlich bevor Sie die Produkte
anfassen. Wenn Sie frisches Fleisch oder Geflügel verarbeiten, sollten
Sie sich davon überzeugen, dass Arbeitsflächen, Geräte
und Hände gereinigt sind, bevor frische Produkte oder ein anderes
Essen zubereitet werden.
Decken Sie Schalen mit geschnittenem Obst und Gemüse ab. Bewahren
Sie zubereitete Fruchtsalate oder andere geschnittene Produkte im Kühlschrank
auf, bis sie serviert werden. Sortieren Sie Stücke aus, die länger
als vier Stunden ungekühlt waren.
Autorin:
Kati Hofacker, Journalistin in München
Herausgeber: Tipps vom Experten - Walter Braun, Kirchenstraße 79, 81675 München,
Tel. 089 / 450 79 725
Fotos: www.pixelio.de
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